Es war einmal vor langer ,langer Zeit ....   

am 27. November 1256 als unser Heimatort in einer Urkunde des Papstes Alexander zum ersten Mal erwähnt wurde. GYRSWALDE, so nannte man es damals, bestand aus 6 Hufen und 10 Höfen.

Leben gab es in dieser Region aber schon seit dem 5. Jahrhundert. In dieser Zeit waren die Sippen jedoch noch nicht sesshaft, sie wechselten ihre Jagdgebiete ständig, so dass die damaligen „Warnen“ ins heutige Thüringen weiter zogen.

Im 10. Jahrhundert besiedelten slawische Stämme diese freigewordenen Siedlungsräume. Ein Stamm, der in alten Quellen als Ucrania, Ukere, Ucre und Ucere genannt wird, siedelte in der heutigen Uckermark. Nach ihm wird wahrscheinlich auch die Uckermark benannt worden sein, zumal „ Mark “ soviel wie Grenze bedeutete. Dieses Gebiet war ständigen Plünderungen durch Polen und Pommern ausgesetzt, so dass im Zuge der Ostexpansion die deutschen Ordensritter das Land der Slawen ohne ernsthaften Widerstand eroberten. Im 12.- 13. Jahrhundert wurde Gerswalde und Umgebung durch deutsche Feudalherren und Bauern besiedelt.

Von 1239-1250 wurde die Wasserburg erbaut, die zu dieser Zeit von Sumpf und Wasser umgeben war und so einen idealen Schutz für die deutschen Ritter bot. Von hier konnten sie die slawische Bevölkerung unterdrücken und die Ansiedlung der deutschen Bauern, die aus allen Teilen westlich der Elbe kamen, sichern. Mit dem Bau der typischen Wehrkirche wurde 1250 begonnen .

Im Landbuch Kaiser Karl des IV. wurde 1373 von der Stadt Gerswalde gesprochen . Es ist anzunehmen, dass Gerswalde als Stadt geplant war, da die Anlage von Potzlow z.B., die damals Stadtrecht hatte, vergleichbar war. Jedoch kam es zu keiner städtischen Entwicklung.

Das Land wurde damals vom Kaiser als Lehnsland an Stelle von Geldentlohnung an treue Gefolgsleute vergeben, es war nicht erblich.

Etwa gegen 1450 erhielt die Familie von Arnim die Hälfte der Uckermark als Lehnsland. 1463 ging es in ihren erblichen Besitz über.

Der 30jährige Krieg (1618-1648) ging an unserem Heimatort nicht spurlos vorüber. Am 13. August 1627 gelangten 1500 Soldaten, Reiter und Fußvolk in dem ca. 12 km entfernten Milmersdorf an, die in Gerswalde einquartiert werden sollten. Um dies abzuwenden, haben Junker, Bauern und Schäfer Kontributionen erlegt. Doch diese wuchsen bis ins Unmögliche. So zogen 1630 Wallensteinsche Truppen durch Gerswalde und plünderten es. 1631 kamen die Schweden- erneut wurde geplündert. Ende der 30er Jahre brach schließlich noch die Pest aus, die die Bevölkerung auf 2 Einwohner dezimierte. Totale Verwüstung und Kapitalmangel der Feudalherren ließen die Spuren des 30jährigen Krieges für lange Zeit bestehen.

Im 7- jährigen Krieg (1756- 1763) erfuhr Gerswalde wieder eine Einquartierung von 200 Soldaten und konnte sich auch diesmal lange nicht von der Ausbeutung erholen.

Und schon 1806 war Gerswalde wieder mit der Einquartierung zuerst preußischer Truppen und nach deren Niederlage mit französischen Truppen konfrontiert. Für die Bürger ein Martyrium, das bis Dezember 1808 andauern sollte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren die kommenden Jahre mit einem gewissen Aufschwung verbunden. Das Schulwesen wurde ausgebaut, ein Arzt und eine Apotheke kamen nach Gerswalde, Gerichtstage wurden eingeführt. Zeitweise lag die Zahl der Einwohner bei 1500.

Als 1918 in Deutschland die Revolution ausbrach, kam es aufgrund der jahrhundertelangen Herrschaft derer von Arnims und der Bevölkerungsstruktur zu keinen heute bekannten revolutionären Aktionen in Gerswalde. Ebenso war der Widerstand im Dritten Reich relativ gering. 1935 wurde ein RAD- Lager eingerichtet. Polnische und sowjetische Kriegsgefangene wurden den Bauernwirtschaften zugeteilt. Truppen wurden einquartiert. Wie überall war der Wiederaufbau nach Kriegsende mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Im Herbst 1946 fand das erste Nachkriegserntedankfest statt. 1949 wurde ein Dauerkindergarten eingerichtet. Mit der kontinuierlichen Entwicklung der Landwirtschaft und Tierproduktion fand Gerswalde als Wohnort Aufschwung. Neben dem Bau neuer Straßen und Wohnblocks, erhielt unser Ort u. a. eine Tankstelle, eine Annahmestelle für Propangas, 1968-70 moderne Straßenbeleuchtung und 1971 eine Kaufhalle.

1974 wurde die Klubgaststätte eröffnet ,die seit Dez. 1990 als

Gasthaus „ Zum Schwarzer Adler “  

von der Familie Wilcke bewirtschaftet wird.                                             

Wir freuen uns auf Ihren Besuch